Die weißen Paramente
Das weiße Altar-Antependium

Zum Vergrößern bitte anklicken!Auf dem weißen 'Christus-Hintergrund' erkennen wir eine gold umrandete Sonne, die rote und goldene Strahlen aussendet. Das dadurch gebildete Kreuzsymbol trägt als zentrales Element eine rot konturierte Krone.

Mit diesem Bildaufbau weist das Antependium darauf hin, dass Christus als König herrscht. Gott selbst bestätigt das in Matth 17,5: "Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!" Durch Jesus Christus ist der Tod besiegt. Er trägt die Krone des Weltenherrschers. Sein Sieg am Kreuz strahlt kreuzförmig in alle Himmelsrichtungen. Für diesen Sieg vergoss Jesus sein Blut. Das versinnbildlicht die Farbe Rot.
Gold gilt im allgemeinen als Farbe der Könige und Herrscher. Im Parament steht sie für die Herrlichkeit Gottes. Sie strahlt heller als das Hellste, was wir kennen: das Licht der Sonne.
Weiterhin interpretiert die Gesamtdarstellung natürlich zwei Bibelworte: "Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben" (Offb 2,10). Und: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben" (Joh 8,12).
Jesus trägt also nicht nur die Herrscherkrone. Er ist auch der einzig sinnvolle Lebensmittelpunkt für uns Menschen. Wer Jesus nachfolgt, kann an diesem 'herrschaftlichen Leben' teilhaben.



Das weiße Kanzel-Antpendium
Zum Vergrößern bitte anklicken!trägt das sogenannte Jerusalemkreuz. Sein Urbild befindet sich als Steingravur in der Jerusalemer Grabeskirche. Es zeigt ein großes Kreuz umgeben von vier kleineren Kreuzen. Sie symbolisieren ursprünglich die fünf Wunden Christi, die ihm bei der Kreuzigung zugefügt wurden (Wunden in Hände und Füße, Wunde durch den Speer des Soldaten (Joh 19,34)). Andere Interpretationen sehen im großen Kreuz Christus, in den kleinen Kreuzen die vier Evangelisten. Als Emblem der evangelischen Kirchentage soll diese besondere Kreuzform die weltweite, also in alle Himmelsrichtungen wirkende Ökumene symbolisieren.



Verwendung

im Kirchenjahr:
  • Heiliger Abend (24.12.) bis Epiphanias (Erscheinungsfest, 6.1.)
  • Ostern bis Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
  • Trinitatis (Dreieinigkeitsfest, 1. Sonntag nach Pfingsten)


  • zu besonderen Tagen und Festen:
  • Johannistag (Gedenktag zur Geburt Johannes des Täufers, 24.6.)
  • Michaelistag (Gedenktag für den Erzengel Michael, 29.9.)
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