Die günen Paramente
Das grüne Altar-Antependium

Zum Vergrößern bitte anklicken!Eine dreischichtige Darstellung bildet die Mitte dieses Paramentes. Zu sehen sind ein hellblau berandeter Kreis, auf den ein ockerfarbenes Kreuz gelegt ist. Das Kreuz teilt den Kreis in vier gleichgroße Segmente. Auf den beiden linken Kreisvierteln ruht eine Weinrebe. Über die rechte Kreishälfte spannen sich zwei Getreidehalme mit Ähren. Rebe und Ähren durchstoßen den Kreis nach oben und unten. Eine durch zartgelbe Quadrate unterbrochene, saftgrüne Fläche umsäumt die Komposition der vier Elemente.

Die ganze Schöpfung unterliegt einem immerwährenden Zyklus von Entstehen, Gedeihen, Blühen und Sterben. Das Antependium will uns auf diese Schöpfungsordnung aufmerksam machen. Durch die grüne Farbe. Durch den blau konturierten, den Erdball darstellenden Kreis. Durch die obengenannte Vierteilung, die auf die vier Jahreszeiten hindeutet. Auch der Mensch ist diesem Zyklus unterworfen. Der Betrachter soll sich dessen für sein eigenes Leben bewusst werden.

Doch die Gestaltung sagt ihm noch mehr: Die Erde, die Schöpfung stehen im Zeichen des Kreuzes, des Schöpfergottes. Er hält das Geschick der Welt, ihre Ordnung in seinen Händen. Er thront über allem und allen. Sein Sohn, Jesus Christus, ist der Weinstock, wir sind die Reben. Ohne ihn können wir nichts tun (Joh 15,5). Er ist das Brot des Lebens. Wenn wir von diesem Brot essen, werden wir nie mehr hungern (Joh 6, 35a). Er ist uns im Abendmahl in Brot und Wein nahe. Christus hat die Schöpfungsordnung durchbrochen: Er hat das Sterben, den Tod hinter sich gelassen und ist auferstanden. Aber dabei hat er es nicht belassen: Er hat ein Angebot für uns: Ihr könnt diesen Zyklus ebenfalls durchbrechen. Glaubt an mich.




Das grüne Kanzel-Antpendium
Zum Vergrößern bitte anklicken!erweitert die Aussage des Altarbehanges. Der Kreis mit blauem Rand ist hier nochmals aufgenommen. Auf ihm liegt ein aus Halbkreisen gebildetes, in sich verschlungenes Zeichen. Es scheint dreigegliedert. Folgt man seiner Linienführung ab einem beliebigen Punkt, hat es jedoch kein Ende und damit keinen Anfang; den 'Erdkreis' überlappt es an drei Punkten: Eine 'unendliche Form' als Symbol der Unendlichkeit Gottes. Und eine scheinbare Dreiteilung, die dennoch immer eine Einheit bleibt: Vater, Sohn und Heiliger Geist.



Verwendung

im Kirchenjahr:
  • 1. bis 5. Sonntag nach Epiphanias (Erscheinungsfest, 6.1.)
  • Septuagesimae (9. Sonntag vor Ostern) bis Estomihi (7. Sonntag vor Ostern)
  • 1. Sonntag nach Trinitatis (= 2. Sonntag nach Pfingsten) bis 24. Sonntag nach Trinitatis (viertletzter Sonntag des Kirchenjahres)
  • Dritt- und vorletzter Sonntag des Kirchenjahres


  • zu besonderen Tagen und Festen:
  • Erntedankfest (1. Sonntag nach dem Michaelisfest, 29.9.)
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