Die Geschichte
die Stiftung der Heilandskirche
Neben den Weraheimen ist eine weitere Stiftung der Herzogin bis heute von Bedeutung: Nachdem sie bereits im März 1909 zur evangelischen Kirche konvertiert war, verfügte sie durch ein Stiftungsversprechen vom 21. Juni 1911, um ihre "innersten Gefühle treuesten Gedenkens für alles im geliebten Schwabenland Erlebte durch eine Dankestat zu bekunden", den Bau einer Kirche, "die unter dem Namen 'Heilandskirche' der Dankeszoll für meine vor fünfzig Jahren erfolgte Ankunft in Stuttgart sein soll".
Die neue Kirche sollte die "Wanderkapelle" ersetzen, die auf einem von der Herzogin 1899 zur Verfügung gestellten Platz stand - etwa an der Stelle des heutigen Pfarrhauses der Heilandskirche. Sie diente nach der Einweihung der Kirche als Kindergarten und Treffpunkt für Jugendgruppen und andere Gemeindekreise. Für das Bauvorhaben verkaufte die Herzogin vom Areal der Villa Berg ein schön gelegenes Grundstück an die Evangelische Kirchenpflege Stuttgart. In der endgültigen Stiftungsurkunde, die ihre Töchter, die Herzoginnen Elsa und Olga von Württemberg und Prinzessinnen zu Schaumburg-Lippe am 23. April 1912 im Namen ihrer Mutter nach deren Tod unterzeichneten, ist dazu folgendes zu lesen: "Ich, Endesunterzeichnete, Wera, Herzogin von Württemberg, habe mich entschlossen, auf dem (...) neben meiner Villa Berg gelegenen Bauplatze aus meinen Mitteln diese Kirche zu erbauen und dieselbe dem evangelischen Gesamtkirchengemeinderat der Stadt Stuttgart zu schenken. (...) Möge dieses Gotteshaus mit dem daranliegenden Gemeinschaftssaal und all seinem mannigfachen Arbeitskreise dienen zur Ehre Gottes und zur Verbreitung Seines lebendigen Wortes, zur segensreichen christlichen Anleitung unserer Jugend, der Zukunft unseres Landes, und dem Aufbau des kommenden Reiches Jesu Christi".

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