Die Geschichte
die Heilandskirche in den Jahren 1946 bis 1964
Nach dem Krieg zählte die Gemeinde, die Ende der 30er-Jahre fast 6000 Gemeindeglieder hatte, nur noch einige hundert. Viele frühere Gemeindeglieder wohnten inzwischen anderswo. Neue Gemeindeglieder kamen durch Zuzug hinzu, darunter viele junge Familien. Im Kirchenbezirk wurde ein Übergangsheim für Flüchtlingsfamilien eingerichtet - die meisten blieben jedoch nur kurze Zeit. Dennoch gab es immer einen "treuen Kern", der das Gemeindeleben trug und forcierte. Mit Eugen Vollmer kam 1946 wieder ein eigener Gemeindepfarrer an die Heilandskirche. Ihm zur Seite stand nach wie vor Gemeindehelferin Solleder, die im Mai 1952 von Hanna Rieß abgelöst wurde. Der Keller des zerstörten Pfarrhauses wurde nach nach den ersten Aufräumarbeiten zum Jugendraum umfunktioniert. Bis November 1946 konnte der Konfirmandensaal soweit repariert werden, dass er forthin der Gemeinde für die Gottesdienste zur Verfügung stand. Im Frühjahr 1947 wurde er mit einem von Mesner Hornung angefertigten Altar- und Tauftisch ausgestattet, ein Jahr später erhielt die Kirchengemeinde ein Altar-Kruzifix aus der Schlosskirche, das ihr vom damaligen Stadtdekan überlassen wurde, und ab März 1949 konnten die Lieder im Sonntagsgottesdienst auf einem angemieteten Harmonium durch den neuen Organisten Adolf Morlang begleitet werden. Für weitere Kirchenmusik sorgte ein Kirchenchor unter der Leitung von Gisela Grahe. Seit Anfang 1947 diente der Konfirmandensaal den Kindern des Kindergartens ebenfalls als notdürftige Bleibe. Auch die Aufbauarbeiten am zerstörten Pfarrhaus gingen mit dem Richtfest am 3. März 1949 in die letzte Runde. Es konnte im Dezember des selben Jahres bezogen werden.

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