Die Architektur
die Heilandskirche seit 1964

Am 31. Mai 1964 feiert die etwa 3000 Glieder umfassende Gemeinde die Einweihung ihrer neuen Kirche. Sie wurde nach Plänen des Stuttgarter Architekten Eberhard Hübner gebaut, der den ersten Preis des von der Gesamtkirchengemeinde ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs gewann. "Architekt Hübner hat in der architektonischen Gestaltung eine Synthese von Alt und Neu angestrebt, die ihm überzeugend gelungen ist. Es ging darum, den Ring der den alten Turm umgebenden drei Pultdächer (der Vorhalle) auf der vierten Seite durch ein weiteres Dach zu ergänzen und mit diesem Dach harmonisch auf die neuen Baukörper überzuleiten, die sich um einen Innenhof gruppieren. Die vierte Seite ist durch eine Galerie im ersten Obergeschoss zu diesem Innenhof hin geöffnet. Sowohl der neue Kirchenbau als auch die niederen Baukörper der Gemeinde- und Jugendräume sind nach außen hin Sichtbetonbauten. Einen besonderen Reiz des Kirchenbaues stellt das von Kunstmaler Christian Oehler gestaltete Oberlichtband aus Glasbeton unter dem überstehenden Gesims des Kirchenneubaues dar." (5)

Vom Innenhof "führen zwei Türen rechts und links in den eigentlichen Kirchenraum. Wie anders ist er geworden (...). Jetzt treten wir in einen wohltuenden Raum von maßvoller Größe, die kein Gefühl der Leere aufkommen lässt, und von ruhiger Form, die nach außen abgrenzt und geborgen macht." (6)

5 Stuttgarter Zeitung vom 16.5.1964
6 Evang. Sonntagsblatt, Nr. 21, vom 24.5.1964

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